Vergangenen Donnerstag war ich zum ersten Mal auf einem Treffen der hiesigen InDesign User Group (IDUG) in Hannover. In netter Atmosphäre und übersichtlicher Runde referierte Olaf Drümmer, den ich schon 2013 in Berlin auf der Pubkon gehört hatte, über das Thema „Barrierefreie Dokumente“. Das Hauptaugenmerk lag hierbei auf dem Export getaggter PDFs aus InDesign.

Warum dieses Thema wichtig ist und sich das in den nächsten Jahren voraussichtlich noch deutlich an Relevanz zulegen wird, erklärte er genau. Neben Bundesbehörden, die bereits heute Gesetzestexte und Formulare so zur Verfügung stellen müssen, dass auch Menschen mit Sehbehinderungen diese erfassen können, werden zukünftig wohl auch alle anderen öffentlichen EInrichtungen gesetzlich zu diesem richtigen Schritt verpflichtet. Es könne sogar so weit gehen, dass auch Wirtschaftsunternehmen mit einbezogen werden könnten, die „für das alltägliche Leben relevant“ seien. Also beispielsweise Versicherungsgesellschaften, der TÜV oder die Bahn.

Entsprechend sinnvoll sei es für die Grafik-Branche, sich rechtzeitig mit dem Thema und seinen technischen Zusammenhängen zu befassen, um nicht eines Tages von der ersten Kundenanfrage in diese Richtung auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

Neben den Grundlagen, die beim Taggen zu beachten sind und den Bordmitteln, die InDesign bereits mitbringt, stellte er uns anschließend das Plug-in „MadeToTag“ aus dem Hause axaio, dessen Geschäftsführer Olaf Drümmer ist, vor. Dieses Plug-in erleichtert den Prozess erheblich und schließt darüber hinaus die Lücken, die InDesign beim Thema Tagging offen lässt.

Nach einer kurzen Pause, in der ich mich der interessanten Hausführung durch die Räumlichkeiten von „BWH – The Publishing Company„, die der IDUG freundlicherweise die Räumlichkeiten zur Verfügung stellt, angeschlossen hatte, wurden zum Abschluss noch einige Sachpreise verlost. Hier war mir das Glück hold und ich gewann einen Gutschein für ein Tutorial aus dem Hause „video2brain„, welchen ich für das Training „GREP für Grafiker“ einlösen werde. Ich freue mich darauf, das neu erworbene Wissen bei zukünftigen anspruchsvollen Satz-Projekten für meine Kunden einsetzen zu können!