Anlässlich einer Kundenanfrage vor wenigen Wochen, bei der sich herausstellte, dass dieser Kunde noch immer die Mühe auf sich nimmt, alle Bilder vorab in CMYK umzuwandeln und dementsprechend für jeden Ausgabezweck eine Version vorhalten muss und meinem Rat daraufhin, zu Intermediate Binding zu wechseln und mit RGB-Daten zu layouten, habe ich mich das für mich zum Anlass genommen, meinen bewährten Workflow mit ISO coated v2 auf die aktuelle Version zu bringen. Schon vor etwa einem Jahr wurden nämlich die Nachfolger, PSO (un)coated v3 veröffentlicht, und diese Profile werde ich von nun an standardmäßig verwenden.

Die Vorteile liegen primär darin, dass die neuen Profile die Tatsache berücksichtigen, dass in der Praxis viele Druckpapiere mit optischen Aufhellern versehen sind, viele Proof-Papiere dies jedoch nicht waren. Es ergaben sich also regelmäßig Diskrepanzen zwischen Proof und Auflagendruck, obwohl das ja genau nicht der Sinn der Sache eines Proofs ist. Zukünftig sollen also Proof und Auflagendruck näher beieinander liegen, was zu weniger Diskussionen durch bessere Druckergebnisse führt.

Zudem entfällt die Unterscheidung zwischen ISO coated v2 und v2 300%; das neue Profil gibt es nur noch im „Angsthasen-Modus“ mit einem maximalen Farbauftrag von 300 Prozent. Das bisherige Profil mit Gesamtfarbauftrag von 330 Prozent entfällt.

Florian Süßl hat bei einem der letzten Treffen der InDesign User Group Berlin den technischen Hintergrund sowie die Vorteile der neuen Profile in einem Vortrag zusammengefasst:

[tube]http://www.youtube.com/watch?v=4U8TJcKKTVg[/tube]

Noch mehr technischen Hintergrund gibt es hier zu lernen:

[tube]http://www.youtube.com/watch?v=d6KAsQDomwQ[/tube]