Am vergangenen Wochenende war ich – nach einer Pause im vergangenen Jahr – auf der Pubkon, die dieses Mal in Köln stattfand. Dabei handelt es sich um „die“ InDesign- und Publishing-Konferenz, auf der neben dem allfälligen Networking die Größen der Branche zu hochaktuellen Themen sprechen.

Gleich nach der Begrüßung wurden wir richtig gefordert, da Anja Weiss bei ihrem Vortrag „Graphic Recording und SketchNotes“ die Teilnehmer dazu aufforderte, ihren jeweiligen Sitznachbarn zeichnerisch zu interviewen. Und auch wenn Frau Weiss behauptet, jeder könne zeichnen, dann habe ich da bei mir so meine Zweifel …

 

Auch wenn ich Heike Burch persönlich etwas schrullig finde, so waren ihre beiden Sessions über InDesign-Templates durchaus aufschlussreich, zieht sie doch manche Dinge noch rigoroser durch, als ich mich das bislang getraut habe! 🙂 Im Grunde sind wir uns aber einig, dass eine InDesign-Datei – zumal eine, die immer und immer wieder als Grundlage für neue Ableger dient – einfach gnadenlos sauber und durchformatiert sein muss!

Informativ wenngleich für mich leider bislang (!) in der Praxis noch nicht relevant – war Birgit Stoltes Session zum Thema „Easy Catalog„, einem Database Publishing Tool, das – wie der Name nahelegt – vor allem bei Katalogproduktionen, bei denen Inhalte aus einer Datenbank bezogen werden, das Leben erheblich erleichtert. Neben einem unschlagbar günstigen Preis im Vergleich zu den anderen Großen bietet Easy Catalog auch einen sehr gut nachvollziehbaren Workflow.

Meine persönlichen Highlights waren die beiden Vorträge von Cindy Gut und Heame Ulrich zu den Themen „InDesign und Word“ und „Cloud Publishing in der Praxis„. Hier konnte ich wirklich nutzbare Informationen mit nehmen. Beispielsweise werde ich definitiv die beiden InDesign-Plugins WordsFlow und DocsFlow testen, mit deren Hilfe man mittels Word-Dokumenten bzw. GoogleDocs (heute: Google Drive) für kleines Geld eine Art Redaktions-Workflow realisieren kann, ohne InCopy oder die noch teureren großen Lösungen anschaffen zu müssen. Das Kopieren und Einsetzen von geliefertem Text mitsamt seiner Fehleranfälligkeit gehört damit der Vergangenheit an!

Vor allem in der Form spitze war eine der letzten Sessions der Pubkon von Bart Van de Wiele zum Thema „Große Dokumente„. Zwar war mir der Inhalt bereits vertraut, Bart Van de Wiele hat aber souverän vorgeführt, wie man in exakt 45 Minuten auf unterhaltsame Art und ohne dabei albern zu wirken eine gewaltige Menge an Fakten so vermittelt, dass niemand dabei auf der Strecke bleibt.

Mein Fazit: Wie in der Vergangenheit haben sich die Veranstalter große Mühe gemacht, eine professionelle und unterhaltsame Konferenz auf die Beine zu stellen, was ihnen nicht zuletzt auch mit der sehr charmanten und leckeren Abendveranstaltung mit Orhan Tançgil gelungen ist! Zwar habe ich nicht übermäßig viel Neues erfahren sondern vielmehr bereits Bekanntes vertiefen können, jedoch habe ich einige sympathische Kontakte geknüpft (z.B. die Jungs von psd-tutorials.de), und das ist ja mindestens ebenso wichtig.

Ich freue mich jedenfalls darauf, die neuen Plugins ausgiebig zu testen und sie möglichst bald in der Praxis für meine Kunden einzusetzen. Ein ausführlicher Bericht darüber folgt!